ein Fotograf ist kein Chirurg

  • On 18.09.2016
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Aus gegebenen Anlass möchte ich mir heute etwas von der Seele schreiben:

JA, ich fotografiere gewerblich und darf mich daher Berufsfotograf nennen…aber NEIN, ich lebe nicht ausschließlich davon. Die Fotografie ist mein kreativer Ausgleich zum recht monotonen IT-Alltag. Daher nehme ich mir auch das Recht, zu fotografieren wie es mir und den Personen vor der Kamera gefällt.

Und JA, ich arbeite auch mit Photoshop, so wie vermutlich 99% aller heutigen Fotografen dies tun. Für mich ist Photoshop ein Werkzeug um noch mehr aus einem guten Bild herauszuholen. Ein Mittel um besondere Bildstimmungen noch zu betonen. Das Auge des Betrachters auf das Wesentliche zu lenken. Zum Beispiel um Sonnenstrahlen zu verstärken oder einen grauen Himmel blauer machen. Vielleicht wird ein störendes Windrad entfernt, etc.

Natürlich retuschiere ich auch Personen …ABER unter Einhaltung Ihrer persönlichen Individualität. Man nimmt mal eine Fieberblase weg, entfernt einen Pickel nach übermäßigen Schokoladegenuss. Die kleine Wimper die ins Auge hängt oder den Sonnenbrand vom Freibad.

Aber Ich korrigiere keine Nasen, straffe keine Bauchdecken, mache Fettabsaugungen, etc…dafür gibt es gute Leute die das Tag für Tag machen und gut können und mehr damit verdienen (Knabl, Arthofer, Hoch, … und wie die alle heißen). Ich habe kein Interesse daran, 2 Stunden zu shooten und 200 Stunden zu retuschieren.

Das Bedeutet nicht, das ich nur „schöne“ Menschen fotografiere. Denn für mich ist jeder Mensch auf seine persönliche und natürliche Art und Weise schön.

Menschen die nicht regelmäßig vor der Kamera posieren, helfe ich sehr gerne dabei, im richtigen Licht zu stehen um unvorteilhafte Körperstellen zu verdecken, damit am Ende jeder mit dem Bild zufrieden ist.

Bei Personen, die regelmäßig vor der Kamera stehen, und damit meine ich vor allem Models, setze ich schon voraus, dass sie wissen wie man die eigenen „Problemzonen“ (die jeder Mensch an sich selber findet) durch Posen und Outfits kaschiert. Dabei unterscheide ich nicht zwischen Pay oder TfP. Wenn ich für ein Model bezahle sollte ich davon ausgehen können, dass sie Ihr Handwerk versteht. Und bei TfP kann man auch sich auch erwarten, dass man sich über sich selbst Gedanken macht. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es jede Menge Kollegen, die sich gerne die Mühe machen und die Zeit und Freude daran haben.

Wenn jemand mit sich selbst absolut unzufrieden ist, sollte sich derjenige überlegen, ob das agieren vor der Kamera auch das richtige für einen ist.

Wem meine Einstellung zu dem Thema nicht passt, der braucht sich ja nicht melden bei mir. Mir tut das überhaupt nicht weh 😉 Aber spart euch dann auch eure primitiven Anschuldigungen.

 

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